Meine ersten Yogaeinheiten haben mich tief berührt. Nach der Stunde habe ich es kaum bis nach Hause geschafft, schon liefen die Tränen. Tränen der Erleichterung, des Loslassens, des Berührtseins. Endlich hatten sie ihren Weg gefunden.
Zum ersten Mal seit Langem hatte ich das Gefühl, bei mir selbst anzukommen, einen ruhigen Raum in mir zu finden. Gleichzeitig fühlte ich mich getragen, von der achtsamen Gruppe um mich herum und von der ruhigen, einfühlsamen Anleitung meiner Yogalehrerin.
In einer besonders sensiblen Phase war das für mich überwältigend.
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Doch was genau macht Yoga mit uns und warum ist es gerade für hochsensible Menschen so wohltuend?
Yoga ist viel mehr als Bewegung. In den Asanas beschäftigt sich der Geist mit den oft komplexen Haltungen, dem Fühlen, dem Nachspüren und Atmen. Die Gedanken kommen zur Ruhe.
Die fließenden Abläufe lösen Verspannungen und schenken Leichtigkeit. Durch die bewusste Atmung finden Sympathikus und Parasympathikus wieder in ihr Gleichgewicht, das Nervensystem fährt herunter, Stress darf weichen.
Die Durchblutung verbessert sich, die Zellen werden besser mit Sauerstoff versorgt, der Cortisolspiegel sinkt. Ich schlafe nach einer Yogaeinheit tiefer und erholsamer.
Doch Yoga wirkt nicht nur körperlich. Es schärft die Selbstwahrnehmung und stärkt das Körperbewusstsein. Mir fällt es leichter, die Emotionen anderer von meinen eigenen zu unterscheiden, ich spüre klarer, was zu mir gehört und was gehen darf. Gefühle fließen leichter, denn sie dürfen einfach sein, während ich bewusst zwischen Anspannung und Entspannung wechsele.
Mit der Zeit wächst meine innere Resilienz spürbar. Ich werde widerstandsfähiger gegenüber äußeren Reizen und mein Reizfilter funktioniert effektier. Gleichzeitig schult Yoga die Konzentration, den Fokus und schützt so vor Reizüberflutung.
Davon profitieren Herz, Kreislauf und Immunsystem. Und wer Yoga in einer Gruppe übt, erlebt eine wohltuende Gemeinschaft ohne Konkurrenzdruck. Ich bin bei mir und gehe nur so weit, wie es sich für mich gut anfühlt. Richtig oder Falsch gibt es nicht.
Dieses Zitat von Jigar Gor beschreibt für mich so treffend, was Yoga bedeutet:
“Yoga is not only touching your toes. It is about what you learn on the way down.”
Für manche öffnet sich eine spirituelle Dimension, ein Gefühl von Sinn und Verbundenheit, das weit über den Alltag hinausreicht. Sensible Menschen empfinden diese Sinnhaftigkeit als besonders wertvoll, denn sie suchen oft nach tiefer Bedeutung und echter Verbundenheit.
Für mich der wichtigste Effekt ist: Ich fühle weniger im Außen und viel mehr in mir. Yoga schenkt mir ein Zuhause in mir selbst.
Eine Schatzkiste für besondere Kinder
Kinder können enormprofitieren von Yoga profitieren. Gerade sensible Kinder entdecken darin oft eine kleine Schatzkiste. Sie haben oft Spaß daran, denn die Übungen tragen spielerische Namen. Sie können als Hund mit dem Schwanz wackeln, wie ein Delfin durchs Wasser „springen“ oder als Baum ganz still und standhaft im Wind stehen. Die Yogamatte verwandelt sich in eine Bühne für Fantasie und Bewegung.
Durch Bilder lernen Kinder, ihren Körper kennen, bewusst zu spüren und mit ihrer Energie umzugehen. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das, was sie gerade tun, statt auf die vielen Reize um sie herum. Kinder lernen, auch Ruhe und Stille auszuhalten, was für die "ständig Denker" wichtig sein kann, wenn sich in der Ruhe die Gedanken verselbständigen können.
Besonders wohltuend ist es, wenn Eltern mitmachen. Yoga als gemeinsames Ritual, das Nähe schafft, Freude bringt und Kindern hilft, sich innerlich zu beruhigen. Eltern beobachten, dass die Kinder nach einer Yogaeinheit entspannter einschlafen und ausgeglichener durch den Tag gehen.
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Yoga ist für mich ein sicherer Hafen
Es ist ein Ort, an dem ich aufatmen darf, egal, was im Außen passiert. Ich finde eine Rückverbindung zu mir selbst, wenn ich mich im Mitgefühl zu den Menschen in meiner Nähe verloren habe.
Als hochsensible Mutter bin ich schnell reizüberflutet oder angespannt. Yoga ist mein Schlüssel, um wieder Kraft, Ruhe und Klarheit zu finden. Ich versorge mich wieder mit Sauerstoff, wenn meine Atmung im hektischen Alltag schnell und flach geworden ist.
Wenn du es selbst ausprobieren und dich überraschen lassen willst, was Yoga mit dir macht, kann ich dir von Herzen WERTvollYoga mit Anne (www.wertvoll-yoga.de) empfehlen.
Mit Anne durfte ich meine ersten Erfahrungen machen und ich fühlte mich vom ersten Moment an willkommen und getragen.
"Atme, atme, atme,
und du wirst zu Hause sein in deinem eigenen Herz."
Thich Nhat Hanh
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